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Hessisches Staatsarchiv Marburg

Das Staatsarchiv, bis 1870 in Kassel, wurde 1869 als preußisches Provinzialarchiv für den Regierungsbezirk Kassel eingerichtet. Bis Mitte der 1870er Jahre erfolgte eine Zentralisierung der ehemaligen kurhessischen Archive in Kassel, Hanau, Marburg und Fulda im Landgrafenschloß zu Marburg. 1938 konnte schließlich der neu errichtete Zweckbau am Friedrichsplatz bezogen werden. Heute ist das Staatsarchiv Marburg zuständig für das bei den staatlichen Behörden im Regierungsbezirk Kassel und Teilen des Regierungsbezirks Gießen anfallende Schriftgut, soweit es zur dauernden Aufbewahrung bestimmt und geeignet ist. Die heutige staatliche Verwaltung hat 1945/46 die Nachfolge der preußischen Provinzial- und Bezirksverwaltung angetreten. Deren Vorgänger wiederum war bis 1866 das Kurfürstentum Hessen, das aus der Landgrafschaft Hessen-Kassel hervorgegangen war und 1815 um den Großteil des Gebiets des Fürstbistums Fulda vergrößert wurde. Seit 2004 ist das Archiv der deutschen Jugendbewegung auf Burg Ludwigstein (Witzenhausen) Außenstelle des Staatsarchivs.